Startseite

zurück zur Übersicht

Good morning STEINFELD !
Kolumne zum Wochenbeginn
Numero 145

ocs

Manchmal hat man einfach kein Glück
und dann kommt auch noch Pech hinzu !

Lesen sie doch mal warum:

Hiermit spreche ich meinerseits offiziell eine
HÄHNCHENMASTANLAGENBAUBEGINNWARNUNG
für MÄRZ/APRIL 2016 aus !!!!!!!

Ich habe natürlich nichts offizielles,
dazu bin ich nicht nah genug dran.
Dennoch sauge ich mir einfach mal was aus den Fingern.

Wenn man eine Nachricht
auf ihre Wahrheitswahrscheinlichkeit hin überprüfen will,
dann tut man das,
indem man mindestens zwei voneinander unabhängige,
glaubwürdige Quellen findet,
die den Sachverhalt bestätigen.

Das gelingt nicht immer,
manchmal kommen die Quellen,
respektive ihre Aussagen
zu einem.
So hier !

Quelle eins ist Jan-Hinrich Kühl,
43 Jahre, 4 Kinder, Landwirt aus Broderstorf/OT Fienstorf.

In der aktuellsten Verlautbarung
in seinem persönlichen Zentralorgan,
der „Wasserprawda“ genannt „OZ“
erfreute Kühl mit der Mitteilung,
dass er vor elf Jahren hier in den Osten kam
und nur so Landwirt bleiben konnte.

Da haben wir hier einfach kein Glück gehabt !

Glück für uns wäre gewesen,
der gute Jan-Hinrich hätte umgeschult
auf z.B. „Bilanzsicherer Hauptbuchhalter“
oder er hätte sich z.B. in Hintersee,
einem idyllischen, mir persönlich bekannten Grenznahdorf am Oderhaff
niedergelassen.

Hat er aber nicht - aber geschafft er es
und glücklich ist er
– wenigstens einer.

„Dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall !“,
vermeldet dazu der Volksmund recht gern.

Ich kann es mir am Rande nicht verkneifen zu bemerken,
dass mir kein anderer „Privatmann“ bekannt ist,
dem derart oft und derart viel Raum
seine Sicht der Dinge darzulegen, eingeräumt wird
von der Hannoverschen Zeitung,
die hier unter dem Pseudonym eines nahen Salzgewässers daherkommt.

Völlig unerklärlich ist mir,
wie Menschen sich hinreißen lassen können,
solch ein Stück Papier käuflich zu erwerben.

Das Geld wäre doch beim Verein zur Rettung des Steinkauzes
viel besser aufgehoben.

Doch wir haben nicht nur kein Glück gehabt,
denn J.H. dachte sich wohl:
„Wenn ich schon für die bekackte Trockenhalle keine Förderung bekommen habe,
dann muss es bei meinen nächsten Projekten aber richtig reinhauen !“

Vielleicht dachte er sich auch was anderes,
egal für uns kommt nun noch das Pech hinzu,
verkleidet als Mastanlage
für die industrielle Produktion von Geflügelfleisch.

Der getriebene Kühl
muss diesen Drecksladen errichten,
weil wir,
wie er trocken feststellt:
„…nicht mehr in einer heilen Welt leben.“

Das mag stimmen.
Doch wäre es da nicht intelligenter, lohnenswerter, zukunftsträchtiger
– auch für die Kinder, menschlicher, logischer,
und weniger saublöd,
wenn man sich mehr der Reparatur
dieser „nicht mehr heilen Welt“ widmen würde,
als noch mehr billiges Drecksfleisch über die Menschen zu kippen
und alles
um sich und uns herum noch mehr
zu verhuren, zu versauen, zu vergiften, zu zerstören, zu belasten ?

Warum haben wir so wenig Glück und so viel Pech,
dass nicht ein ambitionierter, meinethalben auch mehrere, Landwirt/e
über uns kamen mit dem Anspruch, dem Willen, dem Geist und der Ausdauer,
es besser zu machen ?

Wenn schon nicht für uns
mieses, ewig nörgelndes, noch saublöder daherstänkerndes,
ewig Tonnen von billigem Drecksfleisch fressendes Mistvolk,
dann doch wenigstens für sich und die eigene Nachkommenschaft !

Quelle zwei unterliegt meinem Schweigegelübde,
was seinen Namen betrifft.

Die Glaubwürdigkeit steht außer jedem Zweifel
und dieser Quelle verdanke ich die zeitliche Konkretisierung
des zu erwartenden Vorgangs.

Natürlich bin fest davon überzeugt,
dass J.-H. K. clever genug ist,
diese Nachricht mit Hintersinn lanciert zu haben.

Möglicherweise ist er sogar so clever,
absichtsvoll auf beiden Ebenen,
sagen wir „aufs Gras geschlagen zu haben“.

Bei Außenarbeiten Strafgefangener in den Südstaaten der USA
ist das heute noch üblich, bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen.
Es dient dazu, vornehmlich Schlangen aufzuscheuchen,
die im Gras rumlungern könnten.

Vor diesem Bild gesehen,
bin ich dann wohl die oder einer der ersten Schlange/n,
welche hektisch losschlängeln, züngeln, zischen und ihr Gift verspritzen.

Das ist mir furzegal !

Ich mache, was mir passt,
niemand muss das lesen,
noch gut heißen.

Also Obacht, es geht wohl los !

Sonne und Erregung werden steigen,
dieses Frühjahr im Landstrich von kein Glück und Pech !

Have a nice week !

M. Eckart, ocs

Kontakt

Impressum: ©imutta