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Neujahrsgrüße der Redaktion

Redakteur


Hallo Leute,
an das alte Jahr denkt man kaum noch.
Das neue ist schließlich schon fast 48 Stunden alt. Fast. In Europa.
Bevor unsere Gedanken jetzt die kleine Weltrunde drehen,
lasst uns noch einmal kurz in unser kleines gallisches Dorf Steinfeld zurückkehren.

Ein ebenso kleiner Rückblick sei gestattet.
Quasi als Augenputzer für den Blick nach vorn.

Während übers Jahr 2011 so gut wie nix im steinigen Feld passierte,
zumindest nix, was das Dorf irgendwie nach vorn gebracht hätte,
haben es einige Vorhaben tatsächlich geschafft,
zum Jahresende Wirklichkeit zu werden.

Mit stolz geschwellter Brust wird man es Euch noch oft genug mitteilen:
Gehwegreparatur in Steinfeld, Regenwasserabführung in Fienstorf
und ein Wendhammer in Fienstorf sind die stolzesten Ergebnisse. Immerhin!

Nun will ich diese Erfolge Steinfeldscher Dorferneuerung keinesfalls schmälern.
Das mit dem Gehweg ist immerhin schon seit 2004 auf der Liste.
Also bitte keinen falschen Zungenschlag hineininterpretieren, wo keiner ist.
Schließlich habe ich an der Vorbereitung jener Vorhaben mitgewirkt
und im Gemeindebüro Stunden wertvolle Familienfreizeit dafür verbraten.

In der Erinnerung verbinden sich mit jenen „Großprojekten“
das ständige Anmahnen von Michael Eckart in zig Ausschusssitzungen:
…nun macht doch endlich, worauf wartet ihr denn noch, Geld ist da,
geredet und beschlossen wurde ausgiebig – nun macht!

Ob es nun an Michael Eckart lag, vermag ich nicht zu sagen – eher nicht,
da steht der Jürgen, der Bürgermeister nämlich gar nicht drauf –
eher schon die komplizierte Finanzrechnung Doppik wird’s wohl gewesen sein,
die hier frischen Wind in die schlaffen Segel brachte.

Die Kämmerin und neue leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Carbäk Frau Narajek
hat den nötigen Schwung in die eingeschlafenen Beine gebracht.
Ihre Aussichten auf den Finanzspielraum der Gemeinde für 2012 waren echt düster.
Nein! Nicht etwa weil die Gemeinde keine flüssigen Mittel mehr hätte.
Kohle ist vorhanden.
Nein, die (un)heilige DOPPIK macht es kompliziert, an diese heranzukommen.

Komplizierte Dinge zu regeln, ist nicht so das Ding des amtierenden Bürgermeisters.
Eher das seines Stellvertreters.
Ein engagierter Kommunalpolitiker,
der über einen demokratisch cleveren Listenschachzug ins Gemeindeparlament rutschte.
Seine Vorgeschichte ist bekannt, das Wahlergebnis auch
(wer will kann ja hier noch einmal schauen).
Wolfgang Harms sammelte die Stimmen und Peter Zentsch flutschte hintendrein.
In den heiligen Gral der Auserwählten. Gemeinderat!
Seit 2009 leitet er die Geschicke der Gemeinde. Eigentlich!
Das weiß mittlerweile jeder.

Und. Wer es einmal vergisst,
dem bringt es der Bürgermeister mit dem bekannten Hilferuf
„…Peter, sag du doch mal was dazu…“ wieder in Erinnerung.
Sehr zum Gaudi seiner Amtskollegen, bei denen der Spruch die Runde macht.

Doch weg von der großen Politik zu den wirklich fassbaren Angelegenheiten.

Oder sollte man lieber sagen – unfassbaren?

Richtig! Wir sind bei der Biogas- und Hähnchemastanlage angelangt.

Unser Dreamteam aus Bürgermeisterstellvertreter und Bürgermeister
haben es tatsächlich geschafft, die im Juni einstimmig gefundene Erkenntnis,
dass man ohne einen Anwalt keinen effektiven Widerstand leisten könne,
bis zum Herbst auszusitzen.

Wertvolle Zeit verfloss, die der Betreiber der Anlage zu nutzen wusste.
Die geschaffenen Tatsachen sind unübersehbar.

Als man dann endlich doch einen Anwalt befragte, war man erstaunt zu erfahren,
auf welche Möglichkeiten der Einflussnahme man verzichtet hatte. Bingo!

Nun gut, die Biogas-Anlagen-Messen sind gesungen.

Jedoch aufgemerkt, da war doch noch etwas.

Hähnchemast!
Massentierhaltung hu hu hu – gruselig… sagen die einen,
wirtschaftlich notwendig die anderen und unser Bürgermeister?
Da kann man doch eh nix machen… (oder so ähnlich).

Mittlerweise weiß man um Absprachen zwischen Betreiber und Gemeinderegierung.

Nicht jedes Bemühen, um für die Gemeinde Gutes zu erhandeln
gehört an das Licht der Öffentlichkeit. Aber auf den Gemeinderatstisch? Allerdings!

Denn! Schnell bekommen Absprachen und Verhandlungen
angesichts der dörfischen Gerüchteküche einen Schein von Gemauschel.
Das will doch keiner! Oder?

Zurück zur Hähnchenmast.

Ein anderer, zugegebener ernüchternder Aspekt, verbindet sich damit.
Michael Eckart bat in einem offenen Brief an Euch,
um Meinungen zu dem Vorhaben (hattet Ihr im Briefkasten!).

Lediglich das in die Hand nehmen eines Telefons war als erste Maßnahme gefordert.
Während anderswo ganze Gemeinden vor den Landtag ziehen,
um Widerstand gegen solche Projekte zu zeigen,
waren in Steinfeld die Telefone offensichtlich defekt…!

Doch es gab Ausnahmen:
ein wütender Bürger brachte zum Ausdruck:
...was man denn gegen die Landwirtschaft habe, schließlich wohne man auf dem Dorf.
Jenem Bürger wird das Licht der Erkenntnis vielleicht aufgehen,
wenn die tonnenschweren LKW an seinem Anwesen vorbeidonnern.
Von den Belastungen in Luft und Boden ganz zu schweigen.
Naja, is nich weiter schlimm – is ja Landwirtschaft. Riiichtig!

Für die Aktiven im Gemeinderat und im Ausschuss, die bisher Druck machten,
um den Widerstand gegen die Anlage zu forcieren,
war die Telefonblockade der Bürger schon eine andere Art der Erkenntnis.

Was macht Widerstand für einen Sinn,
wenn den Leuten die Sache schlichtweg egal ist?

Hier sind Bürgermeister Müller und Stellvertreter Zentsch
offensichtlich voll im Recht.

Man wäre ja geradezu ignorant, würde man daraus keine Schlussfolgerungen ziehen.
Michael Eckart hat dies bereits getan (siehe hier).

Last not least, noch einen Satz zum Dauerbrenner Gemeindefusion.

Broderstorf ist der aktuelle Favorit.
Beide Seiten haben wortreiche Erklärungen in der Öffentlichkeit abgegeben.
Man will. Oder? Will man nicht wirklich?
Vernünftig wäre es ja, ABER…?!

Angeblich wird man gleich zum Jahresanfang 2012
mit konkreten Gesprächen loslegen. Also jetzt. Hhmmm?

Tja, es wird uns nicht verborgen bleiben!
Euch natürlich auch nicht – versprochen!

Steinfeld-ONLINE bleibt was es ist. Immer am Ball!

Ich habe Spaß beim Fotografieren.
Es gelingt natürlich nicht immer, bei allen Aktionen dabei zu sein.
Falls Ihr einmal Fotos hier veröffentlichen wollt – kein Problem!
Email oder CD im Briefkasten – Euren Namen nicht vergessen
und schon sind sie online…

Immerhin ist auf diese Weise seit 2007 eine beeindruckende Chronik entstanden
in der das Leben in der Gemeinde von Bildern begleitet wird.

Steinfeld-ONLINE sind nicht nur Fotos.

Natürlich, könnt Ihr Euch auch weiterhin über Gemeindebelange Infos holen.
Es ist tatsächlich so, dass die Kommentare vor Veröffentlichung
mindestens von 3 Leuten gelesen und ggf. überarbeitet werden.

Wir wollen auf diese Weise für relativ hohe Authentizität und Objektivität sorgen.
Darüber hinaus liegen uns verständliche Formulierungen und Erläuterungen am Herzen.

Für Verwirrung sollen die Verwirrten sorgen.

Cool wäre, wenn Ihr Eure Meinung sendet - sie landet garantiert im Forum.

Bleibt mir nur, uns allen ein interessantes Jahr 2012 zu wünschen.
Vielleicht kann man den entspannten Umgang miteinander ein wenig ausbauen.
Das täte allen gut.

Euer Udo Cimutta


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